Samstag, 3. Juli 2010

30.04.-09.05.2010 - Erste Woche in Japan

Am 30.04. mussten wir Indien schweren Herzens verlassen. Wir hatten uns gerade richtig gut eingelebt und haben uns super zurechtgefunden, was halt in Indien etwas mehr Zeit benötigte. Wie auch immer, das nächste Ziel hieß Yokohama in Japan.

Da die ersten drei Wochentage (3.-5. Mai) gleich mal Feiertage waren (Goldene Woche) hatten wir viel Zeit uns gleich am Anfang in der Gegend umzuschauen. Bevor jetzt zu großer Neid aufkommt, sei gesagt, dass die Japaner weder Christi Himmelfahrt noch Fronleichnam noch Pfingsten kennen, die alle in die Zeit unseres Japan-Aufenthaltes fielen und für uns daher normale Arbeitstage waren.

Da wir die ersten Tage etwas kreuz und quer unterwegs waren ist dieser Abschnitt in Yokohama, Tokyo und Kamakura aufgeteilt und deswegen nicht ganz chronologisch.


Yokohama:

Yokohama ist mit 3,6 Millionen Einwohnern nach Tokyo (8,5 mio) Japans zweitgrößte Stadt. Die Metropolregion Tokyo-Yokohama ist mit 37,5 Millionen Menschen die größte Metropolregion der Welt. Die darin enthaltenen Städte gehen nahtlos ineinander über.


Gleich am ersten Tag machten wir uns auf ins nur wenige Meter von unserem Hotel entfernten Nissan-Stadium, das 2002 der Austragungsort des WM-Finals Deutschland-Brasilien war.


Am 1.5. hieß die Partie Yokohama F-Marinos vs. Jubilo Iwata (1:0).


Anschließend sind wir noch nach Downtown Yokohama gefahren. Dort steht Japans höchstes Gebäude, der Yokohama Landmark Tower (295,8m), den wir aber erst ein paar Tage später (per Aufzug) erklimmen sollten.


Im Hafengebiet von Yokohama gibt es auch einen Freizeitpark mit Riesenrad, Achterbahnen usw.


Abends zog es uns zum All-you-can-eat nach Chinatown, allerdings die größte Chinatown Asiens.


Am Freitag der ersten Arbeitswoche waren wir mit Masa (2. von rechts), einem Kollegen von Per in unserem Stadtteil Shin-Yokohama unterwegs. Nach leckerem selbstgegrilltem Essen gings noch in eine kleine japanische Kneipe. Im Laufe des Abends hatten wir uns noch mit ein paar anderen Japanern angefreundet, die zwar kein Wort englisch (geschweige denn deutsch) sprachen, aber das war selbst als Masa wegmusste irgendwie kein größeres Problem ;-) Wie man sieht trinken auch Japaner mal ganz gern einen über den Durst!



Außerdem haben wir am zweiten WE noch den sehr schönen Sankeien Garden besucht.




Tokyo:

Ja, mitten in Tokyo gibt's Schlangen. Dieses Exemplar haben wir direkt am Imperial Palace gesehen, im Gegensatz zum Palast selbst, den man leider als Normalsterblicher nur am 23.12. (Geburtstag des Kaisers) und dem 02.01. (Neujahrsempfang) besichtigen darf. Das restliche Jahr über gibt's bis auf den äußeren Schutzwall nicht sehr viel zu sehen (außer natürlich Schlangen).



Lichter soweit das Auge reicht. Die nächtliche Aussicht vom Tokyo Tower, der nach dem Vorbild des Eiffelturms gebaut wurde, nur dass er 8m höher ist, durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen!


An einem der Feiertage waren wir mit Nadine, einer Arbeitskollegin von Pers Bruder, die gerade für 3 Monate in Tokyo wohnt, nochmal in Tokyo. Zuerst irrten wir ein wenig in Shinjuku rum, inklusive Besichtigung des Stockwerks des Hyatt Hotels, in dem große Teile von "Lost in Translation" gedreht wurden. Anschließend gings weiter zum nahegelegenen Meiji Shrine, wo wir Zeuge einer feierlichen Prozession wurden.


Zum Abendessen führte uns Nadine, die schon einen Monat vor uns in Japan angekommen war, in die Kunst der Okonomiyaki-Zubereitung ein. Sehr lecker!!!


An einem weiteren Tag in Tokyo am zweiten WE machten wir zunächst den Stadtteil Asakusa unsicher. 5-stöckige Pagode:


Für die, die's nicht gleich erkannt haben: Das hier ist ein Bierglas!


Eine kurze Rickshaw-Fahrt gönnten wir uns auch noch. War zwar "ein klein wenig" teurer als wir es aus Indien gewohnt waren, dafür wurden wir aber auch zugedeckt ;-)


Abends fuhren wir noch nach Odaiba, von wo man eine schöne Sicht auf die Rainbow-bridge und das dahinterliegende Häusermeer von Tokyo hat (das spitze rote in der Mitte ist allerdings der Tokyo Tower). Die Kopie der Freiheitsstatue ist wie das Original ein Geschenk Frankreichs. Vielleicht erklärt das auch, warum sie nicht größer ist als die in New York.


Kamakura:

In Kamakura gibt es zahlreiche buddhistische Tempel und Shinto-Schreine zu bestaunen. Und auch ein bisschen wandern stand auf dem Programm.




Die Hauptattraktion ist allerdings der Daibutsu (großer Buddha).


Zu Abend waren wir dort noch in einem Sushi-Restaurant mit im Kreis fahrenden Tellern.


Auch Per hat sich als eigentlicher Nicht-Fisch-Esser ganz wacker geschlagen. Die Begeisterung ist ihm ins Gesicht geschrieben ;-)

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