Mittwoch, 9. Dezember 2009

14.11.-22.11.2009 - Las Vegas, National Parks

Am 14.11. gings für eine Woche in den Südwesten der USA. Nach einem fast fünfstündigem Flug kamen wir mittags in Las Vegas an. Nachmittags haben wir uns dann zunächst im Hellen auf dem "Strip" umgeschaut. Hier z.B. das Colosseum am Caesars Hotel and Casino (alle Hotels haben hier natürlich ihr eigenes Casino):



Abends, wenn die ganzen bunten Lichter noch besser zur Geltung kommen, ist Las Vegas natürlich noch beeindruckender. Hier ist Katja vorm Excalibur Hotel and Casino.


Am Sonntag haben wir uns dann Richtung Osten aufgemacht. Nach einer guten Stunde überquerten wir den Hoover Dam, der den Colorado River zum Lake Mead aufstaut, der wiederum die Hauptwasserquelle für viele Städte in Nevada und Südkalifornien ist, u.a. natürlich Las Vegas.


Ein Stück Route 66 sind wir auch gefahren und waren standesgemäß im Cruisers Cafe 66 mittagessen, natürlich Burger :-)



Und Abends waren wir dann am Ziel, am Grand Canyon!!!



Nachdem wir am Montag Morgen mit etwas Glück noch Schlafplätze in der Phantom Ranch, die ganz unten im Tal liegt, bekommen haben, konnte unsere erträumte Wanderung starten! Für den Abstieg wählten wir den South Kaibab Trail, der ziemlich steil in nur 10km Weg die 1.400 Höhenmeter überwindet und dabei beeindruckende Ausblicke gewährt.



Nach ca. 4 Stunden waren wir am Colorado angelangt. Dann ging es nur noch ein kleines Stück ins gegenüberliegende Tal hinein bis wir die Phantom Ranch erreichten (die liegt etwa in dem kleinen Wäldchen auf der rechten Seite des Bildes).


Nach getaner Arbeit konnten wir nun das schöne Wetter und die etwas wärmeren Temperaturen am Fluss genießen. Im Tal ist es im Schnitt 10°C wärmer als oben an der Kante.



Nach einem gemütlichen Abend auf der Phantom Ranch, an dem wir ein paar sehr nette Leute kennengelernt haben, gings am nächsten Morgen auch schon wieder zurück nach oben. Am Anfang allerdings zu Katjas Leidwesen nicht nur nach oben, sondern auch immer wieder ein Stückchen bergab, wobei sie ihren Muskelkater immer besonders gespürt hat. Ungefähr so sind wir die nächsten 2 Tage Treppen gelaufen:


Für den Rückweg haben wir den mit ca. 15km etwas längeren Bright Angels Trail genommen. Der Weg ist landschaftlich auch sehr schön, und vor allem ziemlich abwechslungsreich. Dafür hat man nicht permanent so eine schöne Aussicht, wie auf dem South Kaibab Trail.


Am Anfang geht der Trail erstmal ein Stück am Colorado River entlang, bis er sich den Weg in eine kleine Schlucht bahnt. Nach kurzem kommt dann ein erstes steiles Stück. Wenn man den überwunden hat, ist man auch schon bald in "Indian Garden", einer kleinen "Oase" wo es u.a. auch einen Zeltplatz gibt. Danach kommt der härteste Teil, 3-4 Meilen (5-6km) steiler serpentinenmäßiger Anstieg, bis man es zurück zum South Rim geschafft hat. Hier gucken wir noch frohen Mutes vor dem letzten Anstieg:


Nachdem wir am Mittwoch wegen des Muskelkaters hauptsächlich mit dem Shuttle Bus zu verschiedenen Aussichtspunkten gefahren sind, gings am Donnerstag weiter zum Zion National Park, der in Utah liegt. Nach einem Nachmittagsspaziergang von 5km konnten wir bei Sonnenuntergang noch die schön angestrahlten Felsen bestaunen.


Am Freitag machten wir dann die Wanderung, die uns im Grand Canyon von vielen empfohlen wurde. Und diese Wanderung ist wirklich nichts für Leute mit Höhenangst. Die letzte halben Meile geht auf einem Kamm in die Höhe zu "Angels Landing". Der ist teilweise recht schmal und auf beiden Seiten geht es mehrere hundert Meter steil in die Tiefe. Teils gibt es auch eine Kette, an der man sich festhalten kann, teilweise muss man aber auch ohne auskommen.


Auch wenn es auf den Bildern vielleicht nicht ganz so rüberkommt, wir fanden es schon recht heftig!


Nachmittags sind wir dann noch zum Bryce Canyon National Park gefahren und dort einige Stunden zwischen den "Hoodoos" rumgewandert.


Am Samstag morgen vor unserer Rückfahrt nach Las Vegas haben wir dann noch die 8 Meilen lange Wanderung (650 Höhenmeter) zum Observation Point im Zion NP gemacht. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf das schöne Tal und "Angels Landing" (der Felsen in der Mitte des Bildes).

Dienstag, 8. Dezember 2009

31.10.2009 - 09.11.2009 - Besuch von Maren und Tomi

Anfang November waren Pers Bruder Tomi mit seiner Freundin Maren zu Besuch. Am Sonntag waren wir im Greenfield Village. Das ist ein Gelände, auf das die Originalhäuser mehrerer Berühmtheiten aufgestellt wurden. Zum Beispiel das Geburtsthaus von Henry Ford, die Werkstatt von Thomas Edison oder das Haus der Gebrüder Wright. Auf dem Gelände kann man sich frei bewegen und in jedes Haus, das einen interessiert reingehen und bekommt dort dann von einem netten Mitarbeiter etwas über die entsprechende Person erzählt. Man kann auch mit einer Dampflock, Kutsche oder einem alten Bus von einem Ort zum nächsten kommen. Außerdem ist eine Rundfahrt in einem T-Modell (dem ersten auf einem Fließband produzierten Auto) möglich.



Am Abend haben wir uns dann einen leckeren Turkey gebraten (allerdings mit deutscher Füllung). Da der Vogel selbst für 4 gute Esser etwas zu viel war, waren wir froh, dass Gesine und Philipp auch Zeit hatten und Hunger mitgebracht haben. Während des Bratens haben wir uns noch "Gran Torino" angeschaut. Da der Film in Detroit spielt war er für uns alle sehr interessant. Insbesondere da wir nach dem Abholen von Maren und Tomi am Flughafen aus Versehen durch einige Gegenden gefahren sind, in die wir eigentlich nicht wollten... Wie auch immer, ein sehr guter Film!


Tradionell für Geschwisterbesuch durfte ein Spiel bei den Red Wings natürlich nicht fehlen. Dieses mal haben wir zwar nicht so viele Tore gesehen wie bei Jens' Besuch, dafür wars extrem spannend und die Red Wings haben erst nach Penalty Shootout mit 2:1 gewonnen.



Vom 06.-08. November gings dann übers Wochenende nochmal nach Chicago. Da wir dieses Mal den Besuch mit der Profi-Kamera dabei hatten, gabs auch mal eine Skyline-bei-Nacht-Fotosession. (Danke nochmal für die Bilder!)



In Chicago hat es sich dieses Mal auch ergeben, auf ein Spiel der Chicago Bulls zu gehen.


Nach einem schlechten Start und einer grandiosen Aufholjagd haben sie am Ende noch mit 93:90 gegen die Charlotte Bobcats gewonnen.




Dieses Mal ließen wir es uns insbesondere kulinarisch sehr gut gehen. Am Samstag haben wir uns ein vorzügliches Steak gegönnt und am Sonntag vor der Heimfahrt gabs noch eine Panpizza, und zwar in der Pizzeria, in der sie erfunden wurde!

Samstag, 31. Oktober 2009

20.-24.10.2009 - San Francisco

Nach nur zwei Tagen Arbeiten gings am Dienstagabend schon wieder weiter, diesmal per Flugzeug an die Westküste nach San Francisco. Dort hatten wir angenehmes Wetter, tagsüber um die 20°C. Dafür, das September und Oktober dort die wärmsten Monate sind, jedoch nicht besonders viel. Mark Twain soll zu dem Thema auch gesagt haben: "The coldest winter I ever spent was a summer in San Francisco". Naja, ...



Cablecar fahren durfte bei unserem Aufenthalt natürlich auch nicht zu kurz kommen!



Auch Chinatown haben wir mehrfach aufgesucht. Dort haben wir einmal auch sehr lecker gegessen.



An Pier 39 lassen sich die Seelöwen die Sonne auf den Pelz scheinen und schubsen sich auch gerne mal gegenseitig ins Wasser.



Am Donnerstag machten wir dann einen Abstecher auf die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz. Hier wurden von 1934-1964 Amerikas schlimmste Verbrecher gefangengehalten. Darunter auch unser alter bekannter Al Capone. Auch wenn man es schaffte aus der Zelle und dem Gefängniskomplex auszubrechen musste man erst noch 2 km durchs auch im Sommer eisige Wasser bei üblen Strömungen hinter sich bringen. Nur 3 Gefangenen ist es gelungen, die Insel zu verlassen. Von ihnen wurde nie wieder etwas gehört. Ob sie nun ertrunken, von Haien gefressen, oder nach Südamerika abgehauen sind, man weiß es nicht.


Die Schließung erfolgte jedoch nicht, weil Alcatraz als Gefängnis nicht sicher genug war, sondern weil es für den Staat billiger gewesen wäre, die Gefangenen im Ritz unterzubringen. (Wir glauben das haben sie dann aber auch nicht gemacht...)
Ein Vorteil für die Gefängniswärter, die teilweise mit ihren Familien auf Alcatraz lebten, war jedoch, dass sie immer wußten, wo in ihrer Nachbarschaft die Verbrecher wohnten. Wer kann das schon von sich behaupten?


Von Alcatraz hat man auch eine gute Sicht auf die Golden Gate Bridge und an diesem Tag - wie sollte es anders sein? - war sie leicht von Nebel umhüllt.



Auch die Skyline von SF ist zum Greifen nah, was den Gefangenen natürlich auch zu schaffen machte.



Am Nachmittag schauten wir dann noch am berühmten Abschnitt der Lombard Street vorbei, an dem die Straße einen Block lang in Serpentinen geht, weil die Steigung sonst zu groß gewesen wäre.


Freitags machten wir uns mit dem Rad auf zur Golden Gate Bridge.



Nach der Überquerung strampelten wir noch einige Höhenmeter rauf und wurden mit einem schönen Blick auf die Golden Gate Bridge und San Francisco im Hintergrund belohnt.

16.-18.09.2009 - Chicago

Übers Wochenende ging es diesmal nach Chicago. Samstags haben wir eine Bootstour gemacht, die einen schönen Blick auf die Skyline ermöglichte. Hier nur ein kleiner Ausschnitt:



Eine Hochbahn im Stadtzentrum ("Loop"):



Nachdem wir mittags Pers Cousin Boris, der ebenfalls für ein paar Tage in Chicago war, in der Stadt getroffen hatten, waren wir nachmittags u.a. im Millenium Park. Auf diesem Bild der "bean" (das ist eine aus Spiegelglas geformte riesige Bohne) könnt Ihr auf die Suche nach uns vieren gehen.



Am Abend waren wir dann noch mit Boris und seinem Kollegen Kai im Green Mill etwas nördlich von Downtown Chicago. Das Green Mill war seinerzeit Stammkneipe von Al Capone mit vielen unterirdischen Gängen als Versteck für seinen Alkohol zu Zeiten der Prohibition.



Am Sonntag machten wir uns dann auf zum Sears Tower, der bis in die 90ger Jahre das höchste Gebäude der Welt war und bis heute das höchste Gebäude in den USA ist.



Genaugenommen heißt er seit diesem Sommer Willis Tower. Mit der Übernahme der Firma Willis wurde auch eine neue Attraktion eröffnet: 3 Glasbalkone, auf denen man, nur durch Glas getrennt, 412m über der Straße stehen kann.



Nichts für schwache Nerven!



Der Legende nach soll der große Brand von 1871 von einer Kuh ausgelöst worden sein, die eine Laterne umgestoßen hat. Auf dem Rückweg zum Auto haben wir dann noch den wahren Grund des Brandes von 1871 herausgefunden: Es war Brandstiftung ;-)

(dieses Foto enstand am Platz, an dem das Feuer damals ausbrach)

Freitag, 30. Oktober 2009

15.10.2009 - Hockey

Am 15.10. gings anlässlich Jens' Geburtstag zum ersten mal zu den Detroit Redwings in die Joe Luis Arena.



Pünktlich zum ersten Spiel waren wir natürlich auch schon entsprechend ausgerüstet:



Nach dem 5:2 Sieg über die Los Angeles Kings gingen wir alle glücklich nach Hause. Gesine und Philipp, ein super nettes deutsches Ehepaar, das wir hier kennengelernt haben, waren auch mit am Start.

Detroit

So, jetzt gibts endlich auch mal ein paar Bilder von Downtown Detroit! Von Windsor aus, das liegt auf der kanadischen Seite des Detroit Rivers, hat man eine schöne Sicht auf die Skyline.


Hier ein paar Eindrücke. Leider sind außer bei Sportveranstaltungen nie viele Menschen unterwegs, es gibt keine Fußgängerzone, bzw. Shoppingmöglichkeit und viele Häuser stehen leer.



Renaissance Center, home of GM.



Den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel hat die Automobilindustrie im Keim erstickt. Es gibt nur ein paar Busse und eine Hochbahn, den "People Mover" (siehe Bild), der in der Innenstadt seine Kreise dreht.



Rechts das Fisher Building:



Ohne Kommentar:



Aber im Ernst: An für sich ist Detroit sicher! Man sollte sich nur nachts von gewissen Nebenstraßen in Außenbezirken fernhalten, insbesondere, wenn man die falsche Hautfarbe hat.

Hier nochmal ein scheinbar verlassenes Gebäude... Sowas hier anzutreffen ist keine Seltenheit.



Aber es gibts auch schöne Seiten. Z.B. das Opera House ist (zumindest von innen) sehr sehenswert. Zu Katjas Geburtstag gabs "Phantom of the Opera".



Auch wenn es da immer wieder Missverständnisse gibt: Wir wohnen nicht(!) in Detroit, sondern in Clawson. Das ist eine eigenständige Stadt, die 15 Meilen nördlich liegt, an der 15 Mile Road, die auch Maple Road genannt wird. Die Städte hier gehen jedoch alle direkt ineinander über, so merkt man z.B. gar nicht ohne Weiteres, wenn man nach Troy fährt, wo Per arbeitet.

In diesem Haus wohnen wir.



Indian Summer in unserer Nachbarschaft:



Am zweiten Oktoberwochenende lößte Katjas Bruder Jens Pers Eltern als Besucher ab. Am Samstag waren wir alle zusammen auf dem Eastern Market in Detroit, wo es eine große Auswahl an Gemüse und Früchten gibt.