Donnerstag, 13. Mai 2010

09.04.-11.04.2010 - Varanasi

Per hatte sich im April nochmal einen Freitag freigenommen, damit es sich lohnte, nach Varanasi zu fliegen. Varanasi ist eine der heiligsten Städte Indiens und zugleich die vielleicht bunteste und verrückteste.

Kinder beim Schwimmunterricht im Ganges (zur Info, laut Lonely Planet ist die Bakteriendichte im Ganges 3.000 mal höher, als es für westlichen Standard zum Baden zulässig wäre).


Ein Bügelstand in einer kleinen Gasse.


Ganga Aarti am Dashashwamedh Ghat:


Morgentliche Bootsfahrt auf dem Ganges zum Sonnenaufgang. Im Hintergrund sieht man ein Feuer an einem Verbrennungsghat. Per erlebte diese Bootsfahrt "wie in Trance". Katja hatte ihm statt einer Durchfalltablette durch ein Missverständnis eine Schlaftablette eingeflößt. Schon auf dem Weg zum Ganges ist Per mehr geschwankt als gegangen.


Inder beim morgentlichen Bad im Ganges.


Eine typische, dreckige Seitengasse in Varanasi. Die Hauptgassen sehen ähnlich aus nur mit geöffneten Läden und mit Menschenmassen (natürlich auch Kühe und Motorräder) die sich durchquetschen...


Frühstück in der Brown Bread Bakery.


Nachdem wir in den 3 Tagen so oft wegen allem möglichen angequatscht wurden, haben wir uns als Gag (man könnte es auch Verzweiflung nennen) noch dieses T-shirt gekauft:

19.03.-21.03.2010 - Hampi

Nach dem Wochenende mit den Freunden in Kerala waren wir am kommenden Wochenende wieder mit Pers Eltern unterwegs. Das Ziel war diesmal Hampi, ca. 9 Zugstunden nördlich von Bangalore.
Die bekannteste Sehenswürdigkeit dort ist der Tempelwagen:


Hampi liegt in einer herrlichen Landschaft mit einem kleinen Flüsschen. Auf diesem ließen wir uns auch ein Stückchen in einer "Nussschale" langpaddeln (inklusive der Leihräder). Bei der Hitze (um die 40°C) keine schlechte Idee.


Affen beim Brotessen.


Blick über die Landschaft und den Fluss. Leider sieht das auf den Bildern diesiger aus, als es in Wirklichkeit war.


Am Sonntagmorgen gingen wir in Hampi an den Fluss, um von dort auf die andere Seite zu fahren. Dort waren gerade viele Frauen am Waschen und die Männer am schwimmen / planschen.


Für den Aufstieg zum Hanuman-Tempel haben wir wieder mal genau die Mittagshitze abgepasst. Auch schön, dass man vorm Tempel wie gewöhnlich die Schuhe ausziehen musste. Bis zum nächsten Schatten ist man demzufolge über die heißen Betonplatten geflitzt.


Zurück in Hampi ließ sich Per mal wieder die Mähne schneiden. Der Friseur-Salon war allerdings nicht größer als das was man auf dem Bild sieht.


Dumme Kuh! Hatte beim Versuch Bananen zu essen ihr Horn im Geländer verhakt ;-)


Im Virupaksha-Tempel.

Samstag, 27. März 2010

13.03.-16.03.2010 - Kerala

Mitte März trafen wir uns mit Thomas, Robert und Leslie in Kochi um ein paar Tage zusammen in Kerala zu verbringen. In Kochi sind die Chinesischen Fischernetze die Hauptattraktion:



Der (meist ungekühlte) Fisch, den man direkt daneben kaufen kann, stammt in den meisten Fällen aber eher von Fischerbooten. Die Chinesischen Netze werden hauptsächlich als Touristenattraktion betrieben.



Von Allepey aus machten wir uns auf zu einer 22-stündigen Hausboot-Tour in den Backwaters. Auf einem solchen Boot sind wir dort rumgeschippert und haben die Natur genossen und relaxt.


Neben Steuermann und Mechaniker war natürlich auch ein Koch mit an Board, der uns leckere indische Mahlzeiten zubereitete.


Nachmittags haben wir dann noch ne Runde Karten gespielt.


Nach unserer Rückkehr in Allepey gings direkt mit dem Bus weiter nach Varkala, einem netten kleinen Örtchen auf einer Klippe am Arabischen Meer.


Nach der Ankunft und einer größeren Auseinandersetzung mit unserem Rickshaw-Fahrer, der uns zur Abwechslung mal wieder verarschen wollte, mussten wir uns erstmal ein Bier gönnen. Da viele der Restaurants keine Alkohol-Lizenz haben, wird das dann stilecht in Teekannen serviert ;-)


Zum Glück hat Katja nur vor kleineren Tieren Angst... :-)


Nach dem wohlverdienten Bier gings dann auf die Suche nach einer Unterkunft. Bald hatten wir diese netten Bambushütten gefunden. Besonders die Hängematten haben sich als sehr entspannend erwiesen.


Abends gabs dann Cocktails (mit Lizenz). Und am nächsten Tag mussten wir dann auch schon wieder die Heimreise nach Bangalore antreten.

05.03.-07.03.2010 - Mumbai (Bombay)

Anfang März gings fürs Wochenende nach Mumbai (ehemals Bombay). Dort trafen wir uns mit Thomas, einem Ex-Kommilitonen von Per, der bereits ein paar Tage vorher in Indien für eine 3-wöchige Reise angekommen war, und mir Pers Eltern, die an diesem Wochenende einen ebenfalls 3-wöchigen Indienaufenthalt starteten. Hier stehen wir vorm Gateway of India.


Gleich gegenüber vom Gateway steht das Luxushotel "Taj Mahal Palace", in dem Ende 2008 einer der Terroranschläge in Mumbai verübt wurde.
Es wurde 1903 vom indischen Industriellen J. N. Tata errichtet. Angeblich, weil ihm als "Eingeborenem" der Zutritt zu den europäischen Hotels verwehrt wurde.


Mahalaxmi Dhobi Ghat (Waschplatz): Mumbais älteste und größte menschliche Waschmaschine. Hier wird täglich der Dreck aus Tonnen von Kleidern geschlagen. Danach waschen die Wäscher sich auch selbst gerne noch (siehe rechts unten).


Auf Elephanta Island gibt es einige in den Stein geschlagene Tempelhöhlen. Um dorthin zu gelangen, muss man vom Gateway of India eine ca. einstündige Bootsfahrt machen. Dann geht es eine Treppe den Berg hinauf, die auf beiden Seiten mit Verkaufsständen gesäumt ist. Man kann sich den Weg auch hochtragen lassen, das geht schneller und ist im Endeffekt auch billiger, wie wir erfahren mussten...



Am Sonntag gabs zum Abschied aus Mumbai nochmal ein leckeres indisches Mittagessen!

Mittwoch, 3. März 2010

18.02.-28.02.2010 - Agra und Rajastan

Die erste Station unserer Reise nach Nordindien war Agra. Dort steht das weltberühmte Taj Mahal, das wir natürlich im Morgenlicht besichtigt haben. Jetzt konnte sich auch Katja davon überzeugen, dass es wirklich so schön ist, wie man es sich vorstellt (Per hatte es ja schon vor ca. 3 Jahren besichtigt).


Auf dem Weg vom Guest House dorthin haben wir Ben, einen netten in Südkorea lebenden Amerikaner, getroffen, mit dem wir den ganzen Tag verbracht haben.


Nach ca. 2-stündiger Besichtigung haben wir uns ein köstliches (delicious) Frühstück mit Taj Mahal Blick gegönnt.


Mittags sind wir dann nach Fatephur Sikri gefahren, wo wir uns den dortigen Palast angeschaut haben. Für die Rückfahrt nach Agra haben sie extra für uns den neuesten Bus organisiert... ;-)


Über Nacht ging es dann mit dem Zug weiter nach Rajastan. Unsere erste Station dort war Jaipur. Als erstes haben wir uns dort das Hawa Mahal (besser bekannt als "Palast der Winde") besichtigt. Darin konnten früher die Frauen des Maharajas das Leben auf der Straße beobachten, ohne dabei selbst gesehen zu werden.


Ein weiterer Programmpunkt war das Jantar Mantar, ein von 1727-1733 errichtetes Zentrum für Astronomie. Dort gibt es neben mehreren Bauwerken zur Beobachtung von Planetenbahnen und zur Voraussage von Eklipsen auch mehrere Sonnenuhren. Die größte davon zeigt die Ortszeit auf 2 Sekunden genau:


Am zweiten Tag gings raus zum Amber Fort. Leider haben wir erst zu spät erfahren, dass man nur morgens auf einem Elefanten hochreiten kann. Also mussten wir selbst laufen (was ansich ja nicht schlimm war, nur wären wir gerne mal auf einem Elefanten geritten).


Über Nacht gings dann wieder im Zug weiter nach Jaisalmer in die Wüste. Hier seht ihr Katja am nächsten Morgen mit ihrer neuen Decke zugedeckt.


So sehen die Sleeper-Abteile aus, in denen wir gereist sind. Auf der einen Seite sind zwei Schlafplätze übereinander und auf der anderen je 3 Sitzplätze gegenüber, die man nachts in je 3 Schlafplätze umbauen kann.


In Jaisalmer angekommen gings erstmal aufs dortige Fort. Leider gibt es dort (außer der Aussicht) nicht sehr viel zu besichtigen. Stattdessen ist es mit unendlich vielen kleinen Geschäften zugepflastert, in die man natürlich immer mehr oder weniger reingezogen wird.


Zum Sonnenuntergang haben wir es uns dann auf dem Roof Top Restaurant unseres Guest Houses gemütlich gemacht.


Am zweiten Tag sind wir auf eine 2-tägige Camel-Safari aufgebrochen. Wegen der starken Sonne haben wir uns natürlich stilechte Turbane gewickelt ;-)


Bei einer Pause am Anfang konnten die Kamele dann auch Wasser trinken und -lassen (als ob sie zweiteres nicht sowieso die ganze Zeit getan hätten). Katja mittendrin.


Unsere Guides haben uns immer gut mit indischem Essen versorgt. Allerdings war es eigentlich bei allen drei Mahlzeiten das gleiche. Kartoffeln mit Chapati und am Abend gabs sogar zusätzlich noch Reis!



Rechtzeitig zum Sonnenuntergang waren wir an einer netten Sanddüne angekommen.


Die Nacht haben wir dann unter freiem Himmel verbracht.


Die nächste Station unserer Reise war nach einer weiteren Zugfahrt Jodhpur, die "blaue Stadt" (nein, nicht das was ihr denkt). Guckt euch lieber mal folgendes Foto genauer an. Die blaue Farbe an den Häusern soll der Kühlung dienen und Insekten fernhalten.


Katja ging es dort leider nicht so gut. Am zweiten Tag war sie aber zum Glück fit genug, dass wir das sehr schöne Fort mit super Audio-Guide besichtigen konnten.