
Dann schauten wir uns etwas im "centro histórico" um. Dabei durfte natürlich auch nicht die Kathedrale fehlen.
Gleich nebenan befindet sich der "Templo Mayor", der der größte und wichtigste Tempel der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán war. Er wurde zunächst von den Spaniern zerstört und auf einem Teil davon wurde die Kathedrale gebaut. 1978 fanden Arbeiter Überreste des Tempels und einige Kolonialbauten wurden abgerissen, um den Tempel freizulegen. Im Zentrum des Tempels sahen die Azteken ihren symbolischen Adler, der auf einem Kaktus sitzend eine Schlange verschlingt. Noch heute ist das ein Nationalsymbol von Mexiko, u.a. zu finden auf der mexikanischen Flagge. Im Glauben der Azteken war dies im wahrsten Sinne des Wortes das Zentrum des Universums.
Weil es danach etwas stärker zu regnen anfing, fuhren wir mit der Metro nach Chapultepec. Dort begutachteten wir zunächst das "Monumento a los niños héroes". Es erinnert an 6 junge Kadetten im Alter von 13-20 Jahren, die 1847 im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg bei der Verteidigung des Schlosses Chapultepec helfen wollten. Einer von ihnen soll sich der Legende nach in eine mexikanische Flagge eingewickelt haben und in den Tod gesprungen sein, um sich nicht ergeben zu müssen.
Natürlich kontrollierten wir auch, ob das "Castillo de Chapultepec" noch steht... Tut es!
Danach fing es dann wieder richtig übel an zu regnen und wir retteten uns ins Hard Rock Café, wo wir uns ein paar Leckereien gönnten!
Gegen Abend entdeckten wir in der Nähe des Zócalo (großer Platz bei der Kathedrale) dieses Denkmal, das an die Gründung Tenochtitláns erinnert. Die damals noch nomadisch lebenden Azteken finden nach 200-jähriger Suche den Adler, der auf einem in einem See wachsenden Kaktus sitzt und eine Schlange verspeist.
Am Sonntag war unser erstes Ziel der "Torre Latinoamericana", der bei seiner Fertigstellung im Jahre 1956 mit 182m der höchste Turm Lateinamerikas war. Leider war es noch etwas diesig, so dass wir keine besonders gute Sicht hatten. Die in der Nähe stehenden Gebäude, wie z.B. den "Palacio de Bellas Artes", konnten wir aber natürlich trotzdem bewundern.
Anschließend wanderten wir den "Paseo de la Reforma" runter. Dort steht an jeder größeren Kreuzung (Kreisel) eine Statue. Die wichtigste ist natürlich das "Monumento a la Independencia" auch "El Ángel" - der Engel - genannt. Sonntags sind die Hauptadern der Reforma allerdings für Autos gesperrt und es sind viele Fahrradfahrer, Inliner und Fußgänger unterwegs! Sehr angenehm :-)
Am Ende der Reforma angelangt, waren wir auch schon wieder im "Bosque de Chapultepec". Dort besuchten wir erstmal den Zoo. Wofür man in Deutschland zig Euro hinblättern muss, zahlt man hier gar nichts!!! Entsprechend könnt ihr euch aber auch vorstellen, wie voll es an einem Sonntag bei (bis dahin) schönem Wetter war. Hauptattraktion sind die Pandas, aber auch einen Gorilla, einen Büffel und dieses Nilpferd fanden wir sehr interessant.
Vorm Park steht die Polizei bereit ;-)
Noch rechtzeitig bevor es zu schütten anfing, retteten wir uns ins "Museo National de Antropología". Das ist so groß, dass man Tage darin verbringen könnte. Da wir schon recht kaputt waren, liefen wir nur einmal durch ohne großartig viel zu lesen. Eine der Hauptattraktionen ist dieser aztekische Sonnenstein:
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