Mittwoch, 4. August 2010

31.07. - 05.08.2010 - Reise in Zentralmexiko

Am Tag nach Per's letztem Arbeitstag begaben wir uns auf die Spuren der mexikanischen Unabhängigkeit. Dieses Jahr feiern die Mexikaner 200 Jahre Unabhängigkeit und die Revolution jährt sich zum 100. Mal. Wobei beide Daten (1810 und 1910) die jeweiligen Anfangspunkte der Kämpfe waren. So wurde die Unabhängigkeit z.B. erst 1821 erlangt.

Wie dem auch sei, am 31.07. war unser erster Stopp im 3 Stunden von Toluca entfernten Morelia. Hier wurde José María Morelos, eine der wichtigsten Personen im Kampf um die Unabhängigkeit Mexikos geboren.

Da noch sehr viele Gebäude aus der Kolonialzeit erhalten sind, ist Morelia eines der beliebtesten Touristenziele in Mexiko. Ein Beispiel ist der "Palacio de Justicia":


Ein Blick in die Hauptstraße Morelias, die Avenida Madero Poniente.


Die Kathedrale wurde von 1640-1744 gebaut.


Um das wachsende Wasserbedürfnis der Stadt zu stillen, wurde von 1785-1788 ein Aquädukt mit 253 Bögen gebaut. Im Vordergrund sieht man den Brunnen "Fuente las Tarascas".


Hier ein paar Figuren aus der mexikanischen Kunst, die man ständig in allen möglichen Läden sieht:


Nachts wird die Kathedrale natürlich angestrahlt...


Am Sonntag machten wir uns auf ins 50km entfernte Pátzcuaro mit seinen netten Gassen.


Von einem nahegelegenen Berg hatten wir eine schöne Sicht auf den Pátzcuaro-See.


In ihm liegen mehrere Inseln. Die bekannteste davon ist die Insel "Janitzio". Zu ihr machten wir eine Bootstour.


Abends fuhren wir noch weiter nach Guanajuato. Unterwegs gab's aber noch "Carnitas" in Quiroga. Das war eine Empfehlung von einem von Per's Kollegen, und definitiv den kleinen Abstecher wert!!! Als Beilage gab's die von Katja über alles geliebten "Nopales" (Kaktus).


Spät abends kamen wir dann in Guanajuato an. Unser erster Eindruck war, dass es ziemlich verwirrend ist. Wir brauchten einige Zeit um unser Hotel zu finden. Ständig ging es wieder in irgendeinen Tunnel, der unter der halben Stadt durchging...
Im Endeffekt haben wirs aber zum Glück geschafft und uns dann noch in der Nähe umgeschaut. Hier das "Teatro Juarez".


Am Montag war unser erster Programmpunkt das "Museo de las momias" - Museum der Mumien. 1865 wurden auf dem Friedhof einige Leichen ausgegraben um Platz für neue zu schaffen. Dabei stellte man fest, dass von den Leichen aufgrund des hohen Anteils von Kalk und Ton im Boden mehr als nur Knochen übrig waren. Die ausgestellten gut 100 Exemplare haben teils groteske Formen und Gesichtsausdrücke. Sehr bizarr, dieses Museum!


Nach ein paar Minuten gings dann aber raus ins schöne Wetter! Die "Basilica de Nuestra Señora de Guanajuato":


Die schmaleste aller Gassen in Guanajuato ist die "Callejón del Beso". Hier berühren sich die Balkone der gegenüberliegenden Häuser buchstäblich! Der Legende nach lebte hier einst eine wohlhabende Familie, deren Tochter sich in einen einfachen Mienenarbeiter verliebte. Als ihnen verboten wurde, sich zu sehen, mietete sich der Mienenarbeiter ein Zimmer auf der gegenüberliegenden Seite der Gasse und die beiden küssten sich heimlich von den Balkonen. Unausweichlich wurde die Romanze entdeckt und das Paar fand ein tragisches Ende.
Hier sind wir auf einem der Balkone.


Katja beim Shoppen... (Was denn sonst?)


Blick über die Stadt. Links neben uns sieht man die Basilica und links dahinter die Universität.



Am Dienstag machten wir auf der Weiterfahrt zunächst einen Stopp bei einer alten Silbermiene.


Nächster Halt war in Dolores Hidalgo, einem kleinen Ort, in dem der Priester Miguel Hidalgo am 16. September 1810 um 5 Uhr morgens die Unabhängigkeitsbewegung einleutete. Der 16. September ist heute deswegen allerdings der mexikanische Nationalfeiertag.
Auf folgendem Bild seht ihr im Vordergrund eine Statue von Hidalgo und im Hintergrund die "Parroquia de Nuestra Señora de Dolores" in die Hidalgo am Morgen des 16.09.1810 die Gemeinde zusammenrief und sie zum Kreuzzug gegen die spanischen Besatzer aufrief.



Per beim Tequila-Eis Kaufen :-)


Am Nachmittag erreichten wir dann San Miguel de Allende, Geburtsort von Ignacio Allende, der ebenfalls eine der bedeutensten Persönlichkeiten des mexikanischen Unabhängigkeitskampfes war. Alle bisher genannten Freiheitskämpfer (Morelos, Hidalgo und Allende) wurden allerdings vor erreichen der Unabhängigkeit von den Spaniern gefasst und hingerichtet.
Das herausragende Bauwerk in San Miguel de Allende ist allerdings die "Parroquia de San Miguel Arcángel".


Katja beim Hot Chocolate Trinken und Churros Essen:


Am Mittwoch war dann die letzte Station unseres 6-tägigen Trips Querétaro. Der "Templo de Santa Rosa de Viterbos":


An unserem vorletzten Abend in Mexiko gab's natürlich wie auch die Tage zuvor mexikanisch! (Per hatte es morgens endlich mal zum Friseur geschafft!)


Bedeutend in Querétaro ist natürlich auch das Aquädukt!


Auf der Rückfahrt nach Toluca am Donnerstag machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einem Wasserfall in der Nähe von Aculco.


So, dies war dann der letzte Eintrag von unserem einjährigen Auslandsaufenthalt. In wenigen Stunden (am Freitag morgen) fliegen wir zurück nach Deutschland und kommen am Samstag Mittag wieder an. Wir hoffen ihr hattet Freude beim lesen unseres Blogs :-)

23.07. - 25.07.2010 - Mexico City

Am Freitag, den 23.07. fuhren wir abends nach Mexico City. Am nächsten Morgen starteten wir erstmal mit einem leckeren (und reichlichen) mexikanischen Frühstück!


Dann schauten wir uns etwas im "centro histórico" um. Dabei durfte natürlich auch nicht die Kathedrale fehlen.


Gleich nebenan befindet sich der "Templo Mayor", der der größte und wichtigste Tempel der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán war. Er wurde zunächst von den Spaniern zerstört und auf einem Teil davon wurde die Kathedrale gebaut. 1978 fanden Arbeiter Überreste des Tempels und einige Kolonialbauten wurden abgerissen, um den Tempel freizulegen. Im Zentrum des Tempels sahen die Azteken ihren symbolischen Adler, der auf einem Kaktus sitzend eine Schlange verschlingt. Noch heute ist das ein Nationalsymbol von Mexiko, u.a. zu finden auf der mexikanischen Flagge. Im Glauben der Azteken war dies im wahrsten Sinne des Wortes das Zentrum des Universums.


Weil es danach etwas stärker zu regnen anfing, fuhren wir mit der Metro nach Chapultepec. Dort begutachteten wir zunächst das "Monumento a los niños héroes". Es erinnert an 6 junge Kadetten im Alter von 13-20 Jahren, die 1847 im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg bei der Verteidigung des Schlosses Chapultepec helfen wollten. Einer von ihnen soll sich der Legende nach in eine mexikanische Flagge eingewickelt haben und in den Tod gesprungen sein, um sich nicht ergeben zu müssen.


Natürlich kontrollierten wir auch, ob das "Castillo de Chapultepec" noch steht... Tut es!


Danach fing es dann wieder richtig übel an zu regnen und wir retteten uns ins Hard Rock Café, wo wir uns ein paar Leckereien gönnten!


Gegen Abend entdeckten wir in der Nähe des Zócalo (großer Platz bei der Kathedrale) dieses Denkmal, das an die Gründung Tenochtitláns erinnert. Die damals noch nomadisch lebenden Azteken finden nach 200-jähriger Suche den Adler, der auf einem in einem See wachsenden Kaktus sitzt und eine Schlange verspeist.


Am Sonntag war unser erstes Ziel der "Torre Latinoamericana", der bei seiner Fertigstellung im Jahre 1956 mit 182m der höchste Turm Lateinamerikas war. Leider war es noch etwas diesig, so dass wir keine besonders gute Sicht hatten. Die in der Nähe stehenden Gebäude, wie z.B. den "Palacio de Bellas Artes", konnten wir aber natürlich trotzdem bewundern.


Anschließend wanderten wir den "Paseo de la Reforma" runter. Dort steht an jeder größeren Kreuzung (Kreisel) eine Statue. Die wichtigste ist natürlich das "Monumento a la Independencia" auch "El Ángel" - der Engel - genannt. Sonntags sind die Hauptadern der Reforma allerdings für Autos gesperrt und es sind viele Fahrradfahrer, Inliner und Fußgänger unterwegs! Sehr angenehm :-)

Am Ende der Reforma angelangt, waren wir auch schon wieder im "Bosque de Chapultepec". Dort besuchten wir erstmal den Zoo. Wofür man in Deutschland zig Euro hinblättern muss, zahlt man hier gar nichts!!! Entsprechend könnt ihr euch aber auch vorstellen, wie voll es an einem Sonntag bei (bis dahin) schönem Wetter war. Hauptattraktion sind die Pandas, aber auch einen Gorilla, einen Büffel und dieses Nilpferd fanden wir sehr interessant.


Vorm Park steht die Polizei bereit ;-)


Noch rechtzeitig bevor es zu schütten anfing, retteten wir uns ins "Museo National de Antropología". Das ist so groß, dass man Tage darin verbringen könnte. Da wir schon recht kaputt waren, liefen wir nur einmal durch ohne großartig viel zu lesen. Eine der Hauptattraktionen ist dieser aztekische Sonnenstein:

Dienstag, 3. August 2010

17.07. - 18.07.2010 - Malinalco und Taxco

Am 17.07. machten wir uns auf gen Süden. Unsere erste Station sollte Malinalco heißen. Dort gab es neben einem netten Markt u.a. die Capilla de San Pedro zu bewundern.


Danach erklommen wir einen angrenzenden Berg...


... auf dem wir eine alte Tempelanlage besuchten.


Blick auf das Örtchen Malinalco:


Und dann kam der Abstieg durch schöne Landschaft!


Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Taxco, das ein "pueblo mágico" (magischer Ort), also ein besonders sehenswertes Städtchen ist. Es ist an einem Hang gelegen und wirklich sehr nett!


Abends gingen wir dann noch mit Blick auf die Kathedrale "Temple de Santa Prisa" essen.


Am Sonntag schlenderten wir so einige Zeit durch die Stadt, ...


... über der eine Christusstatue thront (wohl nicht ganz so beeindruckend wie die in Rio de Janeiro).


Das Innere des Templo de Santa Prisa: